Wo kaufen Schreiner ihr Holz?

Schreiner sind Profis ihres Fachs und sowohl auf hochwertige Maschinen wie auch eine hochwertige Holzqualität angewiesen. Verfügbarkeit und eine entsprechende Auswahl sind weitere wichtige Aspekte für die Holzbeschaffung. Das wöchentliche Angebot im örtlichen Baumarkt ist deshalb eher selten die erste Wahl. Vielmehr wenden sich Schreiner, als Gewerbetreibende direkt an den Holzgroßhandel. Dieser verfügt über das reichhaltigste Angebot und liefert die Ware zu Großhandelspreisen. Im Gegensatz zum Einzelhandel kann der Schreiner im Großhandel preiswertere große Gebinde und Platten kaufen oder ganze Baumstämme, aus denen er ideale Holzstücke selbst herausschneiden kann. Dies ist allerdings nur für Schreiner geeignet, die über entsprechende Maschinen verfügen.

Holzlieferant für das holzverarbeitende Gewerbe

holzarten

Dem Holzgroßhandel werden rund 1.600 Unternehmen zugerechnet, die zusammen mehr als 11 Milliarden Euro umsetzen. Nicht immer wird die Trennung zwischen Groß- und Einzelhandel klar gezogen. Der, dann sogenannte Holzfachhandel beliefert sowohl Schreiner als auch Endkunden. Das Angebot des Großhandels hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert. Ursprünglich waren die Unternehmen reine Rohstofflieferanten, die Baumstämme, bzw. grob bearbeitete Hölzer vorrätig hatten. Inzwischen wurde das Angebot um einen großen Teil verarbeiteter Hölzer erweitert. Dazu gehören neben Brettern in Standardmaßen auch sämtliche Holzprodukte für die Bodenverlegung oder für den Außenbereich. Insofern ist die Lieferkette heute wesentlich differenzierter und unterscheidet zwischen dem Rohholzhandel und dem Holzgroßhandel.

Breites Sortiment im Holzhandel

Der Holzfachhandel teilt sein Sortiment zunächst grob in Rohbauprodukte, Ausbauprodukte und Hölzer ein. Die Palette der Rohbauprodukte umfasst einfache Konstruktionshölzer, einfache Bretter und Latten sowie Verlegeplatten, Dämmplatten und Verschalungshölzer. In diesem Segment macht der Holzhandel rund die Hälfte seines Umsatzes. Kunden sind hauptsächlich Bauunternehmer und Dachdecker.

Bei den Ausbauprodukten kommen auch höherwertige Hölzer zum Einsatz. Geliefert werden Fußböden und Holzdielen, aber auch Bauelemente wie Türen und Fenster. Dieser Bereich macht rund ein Viertel des Umsatzes aus. Kunden sind an Fußbodenverleger, Schreiner und Montagebetriebe. Der Rest entfällt auf Holzplatten unterschiedlicher Herkunft und Qualität, die sowohl für den Möbelbau als auch insgesamt im Innenausbau Verwendung finden.

Die Holzarten werden in vier Gruppen eingeteilt:

  1. Splintholz – Dazu gehören eher einfachere und wenig widerstandsfähige Hölzer wie Ahorn, Birke und Pappel. Splintholz ist meist an den engen Jahresringen und der Weichheit zu erkennen.
  2. Kernholz – Zu den Kernhölzern gehören unter anderem die Eiche, Kiefer, Kirche und Nussbaum. Erkennbar sind sie am dunklen festen Kern und einem hellen Splintholz.
  3. Reifholz – Dazu gehören unter anderem die Tanne, Linde und Birnbaum. Die Hölzer sind eher hell und sind erkennbar am geringen Farbunterschied zwischen Kernholz und Splintholz.
  4. Kernreifholz – Zu dieser Gattung gehören Esche und Ulme. Die Hölzer haben einen verwendbaren Splint-, Kern-, und Reifholzbereich.

Zudem wird noch die Härte der Hölzer unterschieden und ihre Struktur. Die Härte des Holzes hat unmittelbare Auswirkungen auf das Gewicht. Die in Deutschland heimischen Hölzer lassen sich grob in weichere Nadelhölzer und härtere Laubhölzer einteilen. Über die Struktur des Holzes entscheidet das Wachstum. Schnelle Wachstumsphasen auch Frühholz genannt und langsamere Phasen die für festere Strukturen sorgen werden Spätholz genannt. Zudem kann Holz noch nach seiner Färbung und seiner Zeichnung bestimmt werden.

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